Der "alte" Aussie

Wir haben das große Glück das der Australian Shepherd eine recht hohe Lebenserwartung hat mit 12-14 Jahren. Ich habe auch schon ein paar "Aussies" kennenlernen dürfen die 16 wurden. Der Australian Shepherd bleibt oft bis ins hohe Alter fit und agil und oft sieht man ihm nicht an wie alt er wirklich ist. Doch auch wenn man es ihm nicht anmerkt, sollte man Rücksicht auf seinen in die Jahre gekommenen Freund nehmen. Ich schreibe diese Zeilen aus der Erfahrung die ich mit meinem fast 12 jährigen Opa machen darf. Vor ca. 3 Jahren merkte ich deutliche Verhaltensveränderungen an ihm. Max war immer ein Menschenfreund, vorallem Kinder liebte er wie kein anderer. Doch von heute auf morgen, ohne einen ersichtlichen Grund oder der gleichen, akzeptierte Max keine Kinder mehr die nicht in unser "Rudel" gehörten. Ich musste dies auf recht schockierende Art herausfinden, als ein Kind bei uns zu Gast war  und Max ohne jeglicher Vorwarnung ( kein knurren, fixieren usw..) nachdem Kind schnappte. Zum Glück hat er das Kind nur mit einem Eckzahn an der Wange erwischt so das ein deutlicher Blauerfleck zusehen war. Für mich brach in diesem Moment eine Welt zusammen. Der Hund auf den ich mich 9 Jahre in jeder Situation verlassen konnte, mein Herzenshund, meine Seele, hatte nach einem Kind geschnappt. Max und ich waren in den Jahren davor mehrmals in Kindergärten, um Kinder die Angst vor Hunden zunehmen und ihnen den richtigen Umgang nahe zubringen, und genau dieser Hund hat nun nach einem Kind geschnappt. Letzt endlich kann ich bis heute nicht mit Sicherheit sagen warum er dies gemacht hat, aber ich merke einfach deutlich das Kinder ihm großen Stress bereiten außer meine Tochter Amelie. Was ich damit sagen möchte , auch unsere Hunde verändern sich im Alter, sie können uns nicht sagen was sie wollen, was sie nicht mehr wollen, ob sie schmerzen haben, ob es ihnen gut geht. Es liegt an uns unsere Omas und Opas zu beobachten und ihnen ein so angenehmen Lebensabend wie möglich zu gestalten. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden das für Max, Kinder ein großer Stressfaktor bedeutet und nehme Rücksicht darauf. Ich werde Max sicher  mit seinen 12 Jahren nicht mehr versuchen zu verändern, durch irgendwelchen Trainings oder der gleichen. Er hat mit Sicherheit seine Gründe warum er so agiert, nur leider kann er sie mir nunmal nicht erklären. Über " Erwachsene" freut er sich über jeden .

Seit diesem Winter merken wir das unser " Opa"   deutlich mehr Probleme mit der Kälte hat als die Jahre davor. An sehr kalten Tagen, stolpert er oft und es fällt ihm schon etwas schwerer ins Auto zuhüpfen. Nun hat er einen Wintermantel und fühlt sich damit einfach nur wohl. Er stolpert kaum und springt wieder.

Letztendlich sollte uns schon ab dem ersten Tag mit unseren Hunden bewusstsein das die Zeit kommen wird an dem wir Abschied nehmen müssen. An dem unser "Wirbelwind" alt wird, und ja auch das es sein kann das er im Alter Eigenarten entwickelt auf die wir nicht vorbereitet sind. Aber und das ist das wichtigste Unser/e Opa/Oma liebt uns wie am ersten Tag, er/sie brauchen uns mehr als zuvor und das sollten wir ihnen Bedingungslos geben, ohne zu versuchen noch irgendwas an ihnen zuändern,den auch sie haben nie versucht uns zu ändern. Sie Lieben uns, egal wie alt wir sind, wie wir Aussehen, wie wir Leben. Das sind wir unseren Hunden schuldig , die jeden Weg mit uns gehen ihr komplettes Hundeleben lang. Bis zum letzten Atemzug und noch weiter....

Den es ist die "Liebe " zwischen Mensch und Hund die alle Zeit überdauert.